Den konstanten Tröten-Lärm bei WM-Spielen kann man auf verschiedene Arten technisch wegfiltern. Hier sehen Sie, wie:
Für viele Fußball-Fans hat die WM in Südafrika einen Haken: Vuvuzelas, bunte Plastik-Trompeten, mit denen bei Matches eine durchgängige Lärm-Wand, ein immer gleiches Hintergrund-Summen erzeugt wird. Das sorgt für Ärger oder sogar Kopfweh. Technisch lässt sich das Vuvuzela-Geräusch bei Live-Übertragungen wegfiltern. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Die erste Möglichkeit ist die Verwendung des Equalizers im Audio-Menü Ihres Fernsehers. Mit dem Equalizer…
…lassen sich bestimmte Frequenzen verstärken oder abschwächen. Der Vuvuzela-Sound spielt sich hauptsächlich um eine Frequenz von 300 Hertz ab. Im Tonspektrum…
…muss man also diese “Spitze” kürzen. Das macht man, indem man den Regler des Frequenz-Kanals, der 300 Hertz am nächsten liegt, herunterdreht. Die angrenzenden Regler müssen wiederum ein wenig verstärkt werden. Das Hör-Resultat bei diesem Vorgehen…
…fällt unterschiedlich aus. Zumindest jedoch wird das Tröten-Geräusch abgeschwächt, wenn schon nicht gänzlich entfernt. Mit der Technik..
… der Phasen-Aufhebung sollte man das Gedröhne völlig auslöschen können. Die Vuvuzela-Frequenzen werden theoretisch von deren Gegenteil zu Stille umgewandelt. Zu diesem Zweck…
…gibt es den Anti-Vuvuzela-Filter, eine 45 Minuten lange mp3-Aufnahme, die man sich auf einer eigenen Webseite für 2,95 US-Dollar (2,30 Euro) downloaden kann. Bei Fernseh-Übertragungen von WM-Spielen…
…kann man diese mp3-Aufnahme dann direkt über die Computer-Boxen abspielen,…
…oder man verbindet den Computer mit der Stereoanlage (meist mit einem Kabel, deren Klinker-Stecker man in den Kopfhörerausgang des Computer steckt und deren Cinch-Stecker in den Audio-Eingang der Stereoanlage befördert werden),…
…oder aber man brennt eine CD mit dem Anti-Vuvuzela-Filter darauf und legt diese ins CD-Laufwerk der Stereoanlage ein.
Die Lautsprecherboxen seiner Stereoanlage positioniert man danach am besten genau den Lautsprechern des Fernsehers gegenüber und schaltet den Filter ein, sobald das irritierende Plastik-Summen ertönt. Um sich die Kosten für den Anti-Vuvuzela-Filter zu ersparen,…
…kann man sich auch leicht seinen eigenen basteln. Dafür lädt man sich das kostenlose Editier-Programm Audacity herunter und nimmt den Ton einer Fußball-Übertragung auf,…
…ob vom Fernseher, von einem Youtube-Video oder einem Live-Stream, ist egal. Hauptsache die Ton-Aufnahme stammt von einem Match, das in Afrika gespielt wurde. Darin wird mit ziemlicher Sicherheit Vuvuzela-Lärm vorkommen.
Die Aufnahme muss man nun mit der Audacity-Funktion “Invert” quasi in ihr Gegenteil umwandeln. Das Ergebnis speichert man und spielt es beim nächsten Match wiederum auf die bevorzugte Weise ab.
Wenn die genannten Optionen nicht zum gewünschten Ergebnis führen, bleibt nur noch der Griff zur Fernbedienung: Der Mute-Knopf stellt jeden Ton am TV – leider auch die Kommentatoren-Stimmen – ab.
Gegen Vuvuzelas im öffentlichen Raum kann man dagegen so gut wie gar nichts tun,…
…außer sie den Löwen zum Fraß vorwerfen, wenn man sie einmal zu Fassen bekommen hat.
Quelle: Artikel vom 16.06.2010, 12:03 | KURIER.at | dav


























